Spirit
Sie weiß, es ist wieder so weit. Sie betritt den Raum. Rauch schlägt ihr entgegen. Die Musik, laut und gut, bohrt sich in ihren Magen. Langsam gewöhnt sie sich an die Dunkelheit. Sie geht zum Tresen, wo es nur Flaschen gibt. Dies ist kein Laden, in dem man aus Gläsern trinkt.
Danach geht sie Richtung Tanzfläche, drängelt sich durch die Mauer aus stehenden Menschen. Lächelt. Sieht in die Gesichter. Wie geht es ihnen? Was haben sie heute erlebt, gestern oder überhaupt in ihrem Leben? Was machen sie morgen?
Sie sieht zum DJ hoch. Sie kennen sich schon lange. Er spielt genau, was sie hören will.
Ein neues Lied, viele stürmen auf die Tanzfläche. Stoßen sie fast um. Egal. Hier fragt keiner danach. Es ist noch nicht laut genug. Sie geht Richtung Boxen, nimmt einen Schluck Bier. Es schmeckt nicht. Sie mag kein Bier.
Sie bewegt ihre Füße im Takt des Schlagszeugs, der Bass dröhnt in ihren Ohren. Fegt alles weg: Was sie ist! Wie sie ist! Wer sie ist!
Sie nimmt noch einen Schluck. Es schmeckt schon besser.
Jemand spricht sie an. Sie dreht sich um und geht. Sie will nicht reden. Kein Geplänkel.
Keine Anmache. Nur Bässe.
Ein neues Lied. Sie stellt die Flasche an die Seite. Geht langsam zur Tanzfläche, sie hat es nicht eilig.
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